ZUHAUSE…

„Warum ist es eigentlich so schwierig für manche Menschen, zu erkennen, was sie wirklich sind?“ fragte der kleine Wal den großen, als sie gerade das Portal aus dem reinen Licht durchschwammen.

„Weil sie sich nicht mehr er-innern.“ antwortete der große Wal, der die Menschenseelen schon seit Äonen begleitete und mit ihnen in dieser Dimension lebte.

„Und warum er-innern sie sich nicht mehr? Wie kann man denn seine wahre Heimat vergessen?“ fragte der kleine, der noch ganz verbunden war mit dem, was er als wahre Heimat bezeichnete, und sich ein Vergessen dessen fast nicht vorstellen konnte.

„Zum Beispiel, weil man die Aufmerksamkeit auf etwas anderes legt… Alle Wesen, die aus der wahren Heimat in diese Dimension kommen, folgen einer Strömung – der ureigenen Ströumung ihres Lebens… Und egal, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht, so fließt diese Strömung kontinuierlich dahin und lässt alles, was ist, in Bewegung sein. Und in dieser Strömung ist so unendlich viel enthalten, dass es passieren kann, dass man sich in all dem mehr und mehr zerstreut… den Fokus verliert, auf etwas momentan scheinbar wichtigeres richtet, wieder verliert, eine Weile sucht, etwas anderes findet… und nach und nach vergisst man seine Herkunft…“ erwidert der große Weise.

Nach einer Zeit des Lauschens und Genießens der Tiefen des Meeres spricht er weiter: „Aber weißt Du, egal, ob sich ein Mensch oder jedes andere Wesen an seine wahre Herkunft er-innert oder lange Zeit eben nicht, er wird immer damit verbunden sein, denn die wahre Heimat durchströmt ihn und er durchströmt sie mit seinem Sein und ist ewiglich in ihr zuhause… und irgendwann er-innert es sich und kommt dort wieder an, von wo er nie weg gegangen ist.“

„Ja…“ singt und freut sich der kleine Wal, für den es selbst-verständlich ist, sein Gewahrsein auf die wahre Heimat zu richten und die grundlos leuchtende, bedingungslose Liebe in sich und allem, was ist, wahrzunehmen: „Ja! …Zuhause in der Liebe.“

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Bild + Text © Gabi Frosch
(Bilder: Acryl/Leinwand, 100×80 cm, 120×120 cm, Preise auf Anfrage)

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WALGESÄNGE

„Walgesang – Heimkehr | Reines Licht“ (oberes Bild)

„Walgesang von Rückkehr und Neubeginn“ (unteres Bild)

Irgendwann, vor vielen Monaten besuchte mich ein Wal in einer Meditation. Er schien mir etwas zu bringen… was, war damals noch relativ unklar.

Dann malte ich im April/Mai ein Walbild, von dem ich geträumt hatte… das Bild war für mich wie ein Portal, das der Wal geöffnet hatte bzw. durch das er in „unsere Welt“ kam. Ich reiste (geistig) durch dieses Portal in eine andere Dimension… es war wie heimkehren. Und obwohl ich mich dieser Dimension (immer noch bzw. wieder) sehr verbunden fühle dachte ich, das sei vorerst das einzige Walbild gewesen…

Nun fiel mir vor einiger Zeit wieder der Wal aus der Meditation ein und dass er immer mal wieder so präsent war und ist. Und so beschloss ich, ein weiteres Walbild zu malen.

Die beiden Wale scheinen aus der selben Dimension wie der erste zu kommen. Für mich fühlte es sich gegen Ende des Malprozesses so an, als wäre es eine Rückkehr für sie. Eine Rückkehr mit einem Neubeginn.

Sie singen von der wahren Heimat. Sie singen von „Zuhause in der Liebe“… von der Rückkehr dorthin und dem Neubeginn daraus… verwurzelt in der wahren Heimat/in der Liebe und daraus fließend in das, was ist. Freundlich, neugierig, lachend und singend…

Bilder + Text: © Gabi Frosch
Acryl auf Leinwand, 100×100 cm und 100×80 cm

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