BÄRENMEDIZIN…

Oder über die eigenen Bärenkräfte…

Gestern war es sooo wundervoll frühlingshaft und so haben wir den Sonnentag für eine ausgiebige Fahrradtour genutzt und genossen.

Überall spürte man pure Lebendigkeit und Lebensfreude fließen, die Vögel sangen, unzählige Schmetterlinge begrüßten und umflatterten uns und die sanfte warme Frühlingssonne ergoss sich in die weit geöffneten Kelche von Leberblümchen, Huflattich und Buschwindröschen ebenso wie in mein Herz…

„Hach, wie wunderwunderschön dieses Leben doch sein kann, wenn ich mich für seine Schönheit öffne…“ dachte ich, als ich aus dem Augenwinkel ein Stückchen weiter im Waldesinneren etwas bzw. jemanden liegen sah. „Der Bär…“ raunte mein inneres Wissen mir zu. „…der Bär erwacht aus seinem Winterschlaf.“… und ich blieb neugierig stehen und lugte zwischen den Bäumen durch. Tatsächlich: da lag er! Ein riesiger Bär, ganz friedlich und eingekuschelt in weiches Moos, sich von den zarte Sonnenstrahlen sanft aus dem Winterschlaf erwecken lassend.

Vorsichtig stieg ich vom Rad und schlich mich an, als der Bär mich einladend brummend zu sich winkte… Stefan und die Hunde waren schon weiter gefahren/gelaufen und ich nahm mir eine Weile Zeit, um dem erwachenden Bären zu lauschen. Er lud mich ein, mich an die Kante seines Moosbettes zu setzen und erzählte…

Er erzählte von alten Zeiten, in denen die Menschen sich noch als Teil der Natur und von Mutter Erde fühlten; …alte Zeiten, in denen die Menschen ihr Leben nach der Natur ausrichteten… im natürlichen Rhythmus von Geben und Nehmen… um nicht nur sich selbst und ihre Mitmenschen zu erfreuen, sondern auch ihre große Mutter, die sie so liebevoll und geduldig trug und nährte; …alte Zeiten, in denen die Menschen sich als stetig wandelnden Teil von etwas Größerem wahrnahmen und daraus ihre Kraft und Liebe zum Leben schöpften.

Und während der Bär von diesen alten Zeiten erzählte, vibrierte sein großes Herz voller Liebe und Kraft und sein gesamtes Wesen schien einen warmen goldenen Glanz auszustrahlen und in die Welt zu fließen… warm und golden, wie leuchtender Honig, der in jede Pore sickert. „Das ist meine Medizin.“ sagte er. „Mit der Zunahme der Sonnenkraft im Frühling verströmen sich meine Kräfte in die Welt und berühren die Herzen der Menschen… Und so spürt Ihr, wenn Ihr Euch darauf besinnt, welche großen Bärenkräfte auch Euch innewohnen. Ihr spürt, welches uralte Wissen in Euch ist und erkennt, wie ihr dieses Wissen und diese Kraft, die Eure ureigene Kraft ist, schöpferisch einsetzen könnt… für Euch, für die, die Euch umgeben, für Mutter Erde…“

…Spürst Du es auch?

(…Fortsetzung folgt…)

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