Ich kann nicht – oder doch? 

Ich kann.
Ich schaffe es.
Ich finde heraus, wie es geht.
Alles hat einen Sinn.
Ich freu mich drauf.
Ich bin gut genug – sogar ganz einzigartig und wunderbar.
Ich habe meine eigene, wertvolle Art, Dinge zu tun.

Yeah!

So einfach ist das.

Doch dann hallt es wieder „Ich kann nicht“ in mir und lähmt mich innerlich. 

Wie wir uns aus begrenzenden Glaubenssätzen befreien können

Die meisten kennen ihn, diesen inneren Satz, der sich immer mal wieder einschleicht. Vielleicht taucht er nur leise auf, als Hauch eines Zweifels. Oder er ist laut und dröhnend und hält dich zurück.

Lange Zeit war mir nicht bewusst, wie tief dieser Satz in mir verwurzelt war. Doch selbst als ich ihn durch Bewusstseinsarbeit erkannt hatte, verlor er nicht wirklich seine Kraft. Er blieb, wie eine tief in mich hineingewachsene Fessel, die mich daran hinderte, mich selbstwirksam zu fühlen.

Die vielen Gesichter von „Ich kann nicht“

„Ich kann nicht“ ist selten ein einzelner Satz. Er zeigt sich in vielen Variationen:

  • „Ich schaffe es nicht“
  • „Ich weiß nicht wie.“
  • „Es hat doch sowieso keinen Sinn.“
  • „Es ist aussichtslos.“
  • „Ich hab keinen Bock mehr.“
  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Andere können es besser.“

Meist geht es bei diesen inneren Beschränkungen gar nicht darum, dass du eine bestimmte Handlung nicht ausführen kannst. Denn unbewusst geht es viel tiefer. Es ist oft die Angst vor den Gefühlen, die auftauchen könnten, wenn wir scheitern oder uns nicht gut genug fühlen. Die Angst davor, Schmerz, Scham oder gar Ablehnung zu spüren. Und vor allem ist es die Angst, diese Gefühle und das, was damit einhergeht, nicht aushalten zu können.

Woher kommt dieser innere Widerstand?

Wir nehmen solche Überzeugungen oft in unserer ganz frühen Entwicklung auf. Durch früheste Erfahrungen, in denen unsere kleinen Körperchen mit unserem noch ganz empfindlichen autonomen Nervensystem der Intensität solch herausfordernder emotionaler Energien noch nicht gewachsen war. Oder vielleicht haben wir sie aus unserem Umfeld übernommen – von Eltern oder anderen Bezugspersonen, die selbst mit Herausforderungen kämpften. Vielleicht haben wir auch die unausgesprochene Botschaft verinnerlicht, dass Scheitern – bzw. das Fühlen der damit einhergehenden Gefühle – gefährlich oder gar existenzbedrohend sei.

Unser Nervensystem ist von Beginn an darauf ausgerichtet, uns zu schützen. Und so wählen wir oft den scheinbar sichereren Weg: Wir bleiben in unserer Komfortzone, halten uns zurück – anstatt uns der Angst zu stellen und zu wachsen. Denn auf einer sehr archaischen Ebene ging es für diesen kleinen, zarten Organismus, der wir einst waren, instinktiv ums Überleben.

Was passiert, wenn wir uns selbst begrenzen?

Diese tief verankerten Überzeugungen sind wie unsichtbare Fäden, die uns energetisch festhalten oder wie dicke Mauern, die uns – statt uns zu schützen – davon abhalten „echte“, lebendige und nährende Verbindungen einzugehen. Wir scheinen sogar Erlebnisse anzuziehen, die unser inneres „Ich kann nicht“ bestätigen. Die innere Stimme sagt dann: „Siehst du? Es hat nicht geklappt.“

Jedoch will uns das Leben damit nichts Schlechtes oder uns bestrafen. Meine persönliche Erfahrung und Empfindung ist, dass es uns auf diese Weise immer wieder Möglichkeiten gibt, Dinge anders anzugehen. Und uns selbst besser kennenzulernen.

Und die Herangehensweisen können ganz unterschiedlich sein.

Manche Menschen kämpfen dagegen an. Wir entwickeln dann eine Gegenkraft – mit aller Macht. Entweder offensichtlich, mit Widerstand und Wut. Oder passiv, indem wir uns selbst antreiben, uns beweisen wollen, dass wir es doch können. Mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal funktioniert das. Doch oft hinterlässt es auch Spuren.

Andere hingegen ergeben sich der Resignation: „Es ist halt so.“ Doch diese innere Vermeidung kann ebenso destruktiv sein, sowohl für uns selbst als auch für unser Umfeld.

Der Weg hinaus: Bewusste Co-Kreation

Es gibt einen anderen Weg – einen, der nicht aus Widerstand oder innerer Abwendung entsteht, sondern aus Bewusstheit. Einen Weg, der nicht mit Kampf oder Flucht (oder Erstarrung) zu tun hat, sondern mit Hingabe.

Es ist die Einladung, ganz bewusst den Platz einzunehmen, an dem du gerade bist.

Leben ist Energie. Und Energie ist Bewegung. Um die Qualität dieser Energie – und damit die Entwicklungsrichtung – wahrzunehmen und zu verstehen, kannst du ihr bewusst begegnen.

Setze dich mit dem Glaubenssatz hin, spüre ihn. Welche Gefühle oder Befürchtungen schwingen mit? Statt dich in Gedankenstrudel oder Worst-Case-Szenarien zu verlieren, kannst du einfach die Empfindungen in deinem Körper wahrnehmen. Welche Energie ist da? Kannst du ihr erlauben, einfach zu sein – ohne sie zu analysieren oder wegzudrücken?

Denn in Wahrheit ist dieser Satz nicht nur eine Begrenzung. Er ist eine Energie, die durch dich fließt. Und genau darin liegt die Möglichkeit der Transformation.

Die Kraft deiner Seele – deine innere Verbundenheit

Die Instanz, die uns dabei immer unterstützen kann, ist unsere Seele. Sie ist der Raum der Geborgenheit, die Präsenz, die immer da ist – unabhängig davon, was wir erlebt haben. Sie ist wie eine multidimensionale Brücke, die uns mit unseren inneren Anteilen und der Weisheit des Lebens verbindet.

In dieser Präsenz können wir uns bewusst machen: Wir sind nicht getrennt von der lebendigen Kraft, die das Universum erschaffen hat. Diese Kraft fließt sogar DURCH uns. Sie fließt durch uns und durch alles, was existiert. D. h. jede Form, jeder Gedanke, jedes Gefühl trägt im Grunde die gleiche lebendige Schöpfungskraft in sich. Und so ist auch der Satz „Ich kann nicht.“ nicht einfach nur eine Begrenzung – er ist eine Form, die eben durch dieselbe Kraft erfüllt und belebt wurde.

Ich liebe die tibetische Weisheit, die sagt:

Jede Erscheinung ist Geist.
Geist ist Leerheit.
Leerheit ist klares Licht.
Klares Licht ist Einheit.
Einheit ist Glückseligkeit.

In der Verbundenheit mit unserer Seele können wir eine tiefe Wahrheit erkennen – eine, die unserem Verstand vielleicht unlogisch oder paradox erscheint, aber dennoch spürbar ist. Wir erfahren, auf wie vielen feinen Ebenen wir mit dem Leben in Resonanz stehen – und das Leben mit uns.

In diesem Raum der Geborgenheit, Liebe und Verbundenheit können wir bewusst unseren Platz einnehmen – genau hier, genau jetzt, mit allem, was in uns ist. Wir spüren die Kraft, die alles durchdringt, und beginnen, uns von der Identifikation mit unserem Glaubenssatz zu lösen.

Wir sind nicht dieses „Ich kann nicht.“ Wir sind nicht die äußere Form, die uns begrenzt. Wir sind die Kraft, die auch ihn am Leben erhält. Und statt sie festzuhalten oder gegen sie anzukämpfen, können wir ihr ermöglichen, sich in unseren natürlichen Energiefluss zu integrieren.

Wir lassen diese Kraft durch uns hindurchfließen. Spüren sie. Anerkennen sie. Und dann setzen wir sie frei – nicht gegen uns, sondern für uns. Für unsere Entfaltung, für unser lebendiges Gestalten des Lebens.

So geschieht Transformation ganz von selbst. Nicht durch Anstrengung, sondern indem wir Raum öffnen für das, was ist.

Ein Raum, in dem du nicht mehr kämpfen musst. In dem du nicht werden musst. Sondern in dem du dich erinnern kannst.

An deine Essenz – und die unermessliche Schöpferkraft, die in ihr wohnt.

Bewusste Verbundenheit – Dein Weg in die Freiheit

Bewusst am Leben teilzunehmen, mit dem Leben selbst mitzuschwingen und in Resonanz zu sein, bedeutet, sich wieder mit der Kraft des Lebens zu verbinden. Dich nicht länger als getrennt zu erleben, sondern als Teil des Ganzen. Als Mitgestalterin, als Mitschöpfer.

Was passiert, wenn du dich nicht länger mit einem „Ich kann nicht“ identifizierst, sondern stattdessen spürst, dass eine schöpferische Kraft durch dich wirkt? Und wenn du dich erinnerst, dass du untrennbar mit deiner Seele verbunden bist – mit ihrer Weisheit und mit der Schöpfung selbst?

In diesem Raum geschieht etwas Kraftvolles: Du kannst deinen Platz ganz einnehmen. Und der Glaubenssatz, der dir einst Sicherheit oder Schutz gab, beginnt sich zu verwandeln. Was sich mit der Zeit wie ein enges Korsett oder eine schwere Verpanzerung angefühlt hat, wird zu einem Raum der Wandlung – wie ein Kokon, in dem sich dein Potenzial entfalten kann. Die Raupe wird zum Schmetterling. Und du kannst wieder frei atmen und die Kräfte des Lebens durch dich fließen lassen.

Zugegeben, manchmal ist es alles andere als einfach. „Einfach“ Raum sein für das, was da ist, scheint z. B. nach einer krassen Enttäuschung oder wenn wir einen Verlust erlitten haben unmöglich. (In einem anderen Beitrag schreibe ich über mein Erleben dessen, was man vielleicht als „dunkle Nacht der Seele“ beschreiben könnte.) 

Doch das Leben ist Ein- und Ausatmen, Empfangen und Loslassen – und wieder einatmen, und wieder empfangen – und erleben, dass wir etwas nicht können, doch das in uns die Fähigkeiten sind, es zu lernen und unser Potenzial zu entfalten – und ins Unbekannte hineinzuwachsen.

Ich kann … Du kannst … Wir können … dem beständigen Ruf des Lebens folgen, ihm mutig begegnen – und über das hinauswachsen, was wir einst dachten, zu sein.

Wir können.
Wir schaffen das.
Wir finden heraus, wie es geht.
Alles hat Sinn.
Wir sind gut genug – sogar ganz einzigartig und wunderbar.
Wir haben unsere ureigene, wertvolle Art, Dinge zu tun.

Erlebe es selbst

In meinem Online-Retreat Soul Connection oder in einer 1:1 Soul Journey kannst du erfahren, wie du dich mit deiner inneren Weisheit verbindest und alte Begrenzungen hinter dir lässt – nicht durch Kampf, sondern durch Bewusstsein.

Wir erschaffen gemeinsam einen Raum für echte Transformation. Für deine innere Weite. Für dein Erblühen.

Bist du bereit?

Kontaktiere mich gerne, wenn du mehr darüber wissen willst. Ich freue mich, dich auf deinem Weg zu begleiten.