Ein Alltagsritual für gelebte Präsenz und direkt liebevolle Verkörperung
Selbstliebe – was ist das eigentlich?
Ist das ein Gefühl, in rosa Zuckerwatte eingehüllt zu sein?
Oder in ständigem Licht-und-Liebe-Bliss, lächelnd durch die Welt zu schweben?
Oder ein fortwährendes Kribbeln von „Schmetterlingen im Bauch“, wenn man an sich selbst denkt?
Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Selbstliebe denkst?
Etwas Verrücktes, Unvorstellbares? Oder etwas, das sich ganz klar, still und stimmig anfühlt?
Viele Menschen haben hohe Ansprüche an sich selbst, wenn sie an Selbstliebe denken. Und gleichzeitig empfinden sie es als schwierig, sich dieses Geschenk selbst zu machen.
Für mein Empfinden ist Selbstliebe in erster Linie ein Einverstanden-Sein mit sich selbst. Im Jetzt. Und von dort aus auch mit dem Leben – mit allem, was dazu gehört.
Es ist die Bereitschaft, sich berühren zu lassen. Von sich selbst. Vom Leben.
Dabei ist Selbstliebe nicht nur weich und kuschelig. Ihr Facettenreichtum ist groß. Manchmal ist sie still. Manchmal lebendig. Und manchmal ganz unspektakulär. Doch immer zugewandt und „da“.
Und genau das kann ein Schlüssel sein:
Selbstliebe muss nicht intensiv spürbar sein, um „wahr“ zu sein. Sie kann sich unterschiedlich zeigen. Und auch wenn sie manchmal ganz neutral erscheint.

Ein einfaches Ritual für deinen Alltag
Dieses Alltagsritual – während du duschst, badest oder auch die Hände wäschst – ist eine Einladung, Selbstliebe vom Verstand ins Verkörpern sinken zu lassen und sie immer wieder neu erspüren.
- Kurz ankommen: Spüre für einen Moment deinen Körper. Die Füße auf dem Boden bzw. den Körper getragen.
- Dich vom Wasser berühren lassen: Spüre, wie das Wasser über deinen Körper fließt. Stell dir vor: jeder Tropfen ist Liebe. Die Liebe des Lebens zu dir. Zu sich selbst, denn du bist Leben.
- Erleben statt machen: Du musst nichts erzeugen. Nichts fühlen, was nicht da ist. Vielleicht spürst du Weichheit. Oder Freude. Oder gar nichts Besonderes. Alles ist willkommen. Du bist willkommen. Das ist auch Selbstliebe;-)
Indem du dich berühren lässt, kann eine einfache Erkenntnis erfahrbar sein:
Liebe kommt nicht (nur) zu dir und berührt dich.
Liebe ist gleichzeitig.
Indem sie dich berührt, resoniert sie auch in dir.
Sie war und ist immer da. Auch in dir.
Dieses Ritual wirkt nicht durch Intensität, sondern durch das sanfte Erinnern. Auch durch Wiederholung, wenn du magst. Und irgendwann – oder sofort – bemerkst du ganz unspektakulär und selbstverständlich, dass sie da ist: die Liebe zu dir selbst.